BARBARA RITTNER

Head of Women’s Tennis
Bundestrainerin
Turnierdirektorin Bett1 Open in Berlin
EUROSPORT Expertin

WERDEGANG
  • 1989   Fachhochschulreife
  • 1989 – 2004   Tennisprofi
  • 2004   Erwerb Trainer B Lizenz
  • 2005 – 2013   Teamchefin Porsche Team Deutschland
  • 2009   Erwerb Trainer A Lizenz
  • Seit 2009   Bundestrainerin DTB
  • Seit 2017   Head of Women’s Tennis
  • Seit 2018  EUROSPORT Expertin
  • Seit 2020 Turnierdirektorin Bett1 Open in Berlin (13.-21.06.2020)
PERSÖNLICH
  • Geburtstag:   25.04.1973
  • Geburtsort:   Krefeld
  • Wohnort:   Köln
  • Hobbies:   Hund Rone, Eishockey
  • Links-/Rechtshänder:   R
  • Größe:   1,73
  • Aktueller Verein:   RTHC Bayer Leverkusen
  • Frühere Vereine:   TC Ratingen/Düsseldorf, TC Benrath, TC Luitpoldpark München, TC Uerdingen 1900
PHILOSOPHIE

Es ist eine meiner wichtigsten Missionen das Damentennis in Deutschland immer wieder mit neuen, frischen und hungrigen Talenten in der Weltspitze zu halten oder sie dort hinzuführen. Als erste verantwortliche Frau im Deutschen Tennis Bund musste ich hier seit 2005 meine eigenen Wege finden, um Erfolge zu haben, denn nur die zählen.
Dazu gehört jede Menge Ehrgeiz und Biss, eine große Portion weibliche Intuition und Empathie und zu Beginn vielleicht sogar ein Schuss Naivität, noch nicht gewusst zu haben, was auch alles schief gehen kann.

Ich suche Talente, die wirkliche Stars werden wollen – und es ist eine Herausforderung, wirklich Großes zu wollen, denn es braucht Zeit – und wer hat die heutzutage schon…Ich möchte Spielerinnen entwickeln und nach vorne bringen, das motiviert mich.
Im Zentrum des öffentlichen Erfolges steht natürlich der Fed Cup, unsere Nationalmannschaft, das Porsche Team Deutschland! Entscheidend sind auch Erfolge bei den großen internationalen Turnieren, die fast jede Woche Messgrößen für Topspielerinnen sind.

Ja, ich stehe für Leistungsorientierung im Tennis, denn Leistung macht Spaß, weil Erfolg einfach Spaß macht…

2005 habe ich an dieser Stelle geschrieben, mein Ziel sei es, 3-5 junge/neue Spielerinnen in die Top 100 der WTA Weltrangliste zu begleiten, um sie dann als nächsten Schritt in den Top 50 zu sehen.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Wir hatten im letzten Jahrzehnt 3 Spielerinnen in den Top 10 (Angie Kerber, Andrea Petkovic und Jule Görges). Angie war sogar die Nr.1 der Welt und hat bisher mit Wimbledon, Australien Open und US Open bereits 3 Grand Slams gewonnen. Wer hätte das gedacht? Ausserdem war Sabine Lisicki 2013 im Wimbledon Finale und Nr.12 der Welt. Anna-Lena Grönefeld Nr.14 der Welt und Mona Barthel, Tatjana Maria, Annika Beck, Carina Witthöft, Anna-Lena Friedsam allesamt Top 50 in der Welt.
Die Jahrgänge 87-90 sind für mich eine „Goldene Generation“ für das deutsche Damentennis. Ich bewundere an ihnen die konstante Disziplin, den unbedingten Willen etwas zu erreichen, die bedingungslose Einstellung sich dauerhaft „quälen“ zu können ohne ein Ziel aus den Augen zu verlieren. Sie gehen bis heute an ihre Grenzen und verlassen dafür die Komfortzone. Und wie so oft zahlt sich diese harte, konstante Arbeit irgendwann aus und Erfolge stellen sich ein. Über 10 Jahre arbeitet diese Generation Tag ein Tag aus daran sich zu verbessern. Die Motivation dafür kommt von innen. Manchmal braucht es etwas Hilfe von aussen, aber die Liebe und Leidenschaft für den Sport muss in einem selber stecken…

Nun ist diese tolle Generation im Herbst ihrer Karrieren. Sie haben alle gelernt mit Rückschlägen umzugehen, Verletzungen und Krankheiten zu akzeptieren und doch immer wieder nach vorne zu schauen. Und hoffentlich bleiben sie uns noch einige Zeit erhalten.
Doch irgendwann muss die Lücke dahinter wieder mehr geschlossen werden. Mit den bereits oben genannten Spielerinnen Annika Beck (studiert nach Verletzungen nun Zahnmedizin), Carina Witthöft (hatte viele körperliche Probleme und Motivationsprobleme) und Anna-Lena Friedsam (2 Schulter-Operationen) gab es bereits die nächste vielversprechende Generation.

Vielleicht war der „Erwartungsdruck“ auf sie auch etwas zu hoch. Anna-Lena kämpft sich fleißig und beeindruckend zurück, Carina Witthöft lässt offen, ob sie nochmal auf die Tour zurückkehrt, Antonia Lottner ist seit Jahren auf dem Sprung in die Top 100, wird aber auch immer wieder von gesundheitlichen Problemen geplagt.

Welche Talente es dahinter im Alter zwischen Jahrgang 1998-2005 gibt, möchte ich unter den Rubriken PORSCHE TALENT TEAM und PORSCHE JUNIOR TEAM erläutern!

Hier ist es sicher noch ein weiter Weg, und es liegt noch sehr viel harte Arbeit und verlassen der Komfortzone vor den jungen Talenten.
Wir als DEUTSCHER TENNIS BUND tun alles diese jungen Talente bestmöglich zu entwickeln und auf ihrem Weg zu begleiten und mit unserer Erfahrung zu beraten. Dies tun wir durch eine Vielzahl an gemeinsamen Trainingswochen (den sogenannten Lehrgängen) in unseren Bundesstützpunkten Stuttgart Stammheim (Nachwuchs/Damen) und Kamen (Nachwuchs). Im Bundesstützpunkt Stuttgart arbeitet Jasmin Wöhr bereits seit über 3 Jahren als Bundestrainerin. Seit Mitte 2019 wird Jasmin von Torsten Popp (DTB Honorar Trainer) und Frieder Schömezler (Fitness Coach DTB) unterstützt. In Kamen sind seit 2018 Dirk Dier als Bundestrainer und Dinah Pfizenmaier (ehem. WTA 79/DTB Honorar Trainerin Bereich u 14 und u 12) in leitender Funktion.

Die Entwicklung unserer Nachwuchsspielerinnen liegt mir als Head of Women’s Tennis natürlich besonders am Herzen. Gleichzeitig habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder feststellen müssen, welche Hindernisse sich den Spielerinnen auf dem Weg nach oben in den Weg stellen können. Wie schwer es ist, gerade als junge Spielerin den Fokus nicht zu verlieren, sich selbst den nötigen Druck zu machen, externen Erwartungen Stand zu halten und dabei den Spaß am Sport nicht zu verlieren. Wir haben in Deutschland nicht das Förderungssystem der Franzosen, wir haben auch nicht die Masse oder Breite an Spielerinnen wie die Russen!

Da wir bisher noch nicht die Rundumbetreuung bieten können, leider in vielen Fällen auch nicht die Unterstützung in den Schulen haben, die ein junger Leistungssportler braucht, gilt der Grundsatz der EIGENVERANTWORTUNG in besonderem Maße. In Abhängigkeit des jeweiligen Umfeldes müssen Spielerinnen heute schon frühzeitig Entscheidungen treffen, in Einzelfällen sogar Entscheidungen gegen die eigene Familie.

Der Ostblock zieht uns inzwischen oft im Alter von 13-16 Jahren davon – warum? Weil diese Spielerinnen in jungen Jahren bereits mehrphasig am Tag trainieren können und somit sowohl körperlich als auch Tennis spezifisch einen Vorsprung aufbauen. Der Aufwand kommt hier schon dem eines Profis gleich und ohne diesen ist es eben schwer mitzuhalten. Jede Spielerin muß für sich den eigenen, individuellen Weg finden. An „vermeintlich“ guten Ratschlägen wird es hier meist nicht mangeln. Die richtigen Entscheidungen zu treffen ist nicht leicht – Eines aber ist und bleibt die Grundlage jeden Erfolges:

HARTE ARBEIT UND MIT GANZEM HERZEN UND LEIDENSCHAFT DABEI SEIN!!!

KARRIERE

Im August 2004 beendet Barbara Rittner nach 15 erfolgreichen Jahren ihre Karriere als Tennisprofi.

BARBARA spielte in ihrer Karriere 52 Mal im Hauptfeld eines Grand Slam Turniers. 1991 gewann sie den Juniorinnen Titel in Wimbledon!

Beste Platzierung im Einzel 24 WTA, Doppel 23 WTA.

Von 2005 – 2017 ist sie 13 Jahre lang erfolgreiche  Teamchefin des PORSCHE TEAM DEUTSCHLAND.

Seit 2009 ist sie Bundestrainerin beim deutschen Tennis Bund – die erste in der Geschichte des deutschen Tennis!

ERFOLGE ALS SPIELERIN
2011 Aufstieg mit dem FED CUP Team in die Weltgruppe 1
2004 Fed Cup: 3:2 Relegations-Sieg gegen die Ukraine in Odessa
2003 Fed-Cup: Sieg gegen Indonesien
Einzel: HF WTA s`-Hertogenbosch
2002 Doppel: Siegerin WTA Dubai
2001 Einzel: AF Melbourne, Siegerin WTA Antwerpen, Halbfinale Deutsche Meisterschaften
Fed Cup: Sieg im Einzel
2000 Einzel: Finale WTA Luxemburg / Liège, 3RD Birmingham,
Doppel: HF Klagenfurt
1999 Einzel: HF Trier Open
Doppel: VF WTA Prostejov / Kairo / Hamburg / Berlin
Mixed: VF Wimbledon
1998 Einzel: HF WTA Palermo, VF Sopot, AF Linz / Quebec
1997 Einzel: VF WTA Linz / AF Hamburg / Rosmalen / Southampton
1996 Einzel: VF WTA Essen
1995 Einzel: Finale WTA Linz, VF Delray Beach / Zagreb / Hamburg
1994 Einzel: VF WTA Brisbane / Sydney / Hamburg /  Styria / Schenectady / Leipzig
1993 Einzel: F WTA San Marino, VF Sydney / Delray Beach / Leipzig / Filderstadt
Doppel: F WTA San Marino, Schenectady
MA: Fed Cup Team
1992 Fed Cup Sieg (mit Team Graf, Huber, Hack, Rittner)
1991 Siegerin Wimbledon Juniors
  • 2011   Aufstieg mit dem FED CUP Team in die Weltgruppe 1
  • 2004   Fed Cup: 3:2 Relegations-Sieg gegen die Ukraine in Odessa
  • 2003   Fed Cup: Sieg gegen Indonesien, Einzel: HF s`-Hertogenbosch
  • 2002   Doppel: Siegerin WTA Dubai
  • 2001   Einzel: AF Melbourne, Siegerin WTA Antwerpen, Halbfinale Deutsche Meisterschaften
    Fed Cup: Sieg im Einzel
  • 2000   Einzel: Finale WTA Luxemburg / Liège, 3RD Birmingham, Doppel: HF Klagenfurt
  • 1999   Einzel: HF Trier Open, Doppel: VF WTA Prostejov / Kairo / Hamburg / Berlin, Mixed: VF Wimbledon
  • 1998   Einzel: HF WTA Palermo, VF Sopot, AF Linz / Quebec
  • 1997   Einzel: VF WTA Linz / AF Hamburg / Rosmalen / Southampton
  • 1996   Einzel: VF WTA Essen
  • 1995   Einzel: Finale WTA Linz, VF Delray Beach / Zagreb / Hamburg
  • 1994   Einzel: VF WTA Brisbane / Sydney / Hamburg / Styria / Schenectady / Leipzig
  • 1993   Einzel: F WTA San Marino, VF Sydney / Delray Beach / Leipzig / Filderstadt, Doppel: F WTA San Marino, Schenectady, MA: Fed Cup Team
  • 1992   Fed Cup Sieg (mit Team Graf, Huber, Hack, Rittner)
  • 1991   Siegerin Wimbledon Juniors
ERFOLGE ALS TRAINERIN
Seit August 2017 Head of Women’s Tennis des DTB
(Cheftrainerin mit Verantwortung und Koordination des gesamten deutschen Nachwuches im weiblichen Bereich)
2014 Teamchefin Fed Cup Finalniederlage gegen Tschechien in Prag
(größter Erfolg seit Sieg 1992 Graf, Huber, Rittner, Hack)
2005-2013 Teamchefin Porsche Team Deutschland Weltgruppe 1 (Top 8 Nationen)
  • Seit August 2017 Head of Women’s Tennis des DTB (Cheftrainerin mit Verantwortung und Koordination des gesamten deutschen Nachwuches im weiblichen Bereich)
  • 2014 Teamchefin Fed Cup Finalniederlage gegen Tschechien in Prag (größter Erfolg seit Sieg 1992 Graf, Huber, Rittner, Hack)
  • 2005-2013 Teamchefin Porsche Team Deutschland Weltgruppe 1 (Top 8 Nationen)
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